Das erste „gute aussichten_heimspiel“: Eleven, Chorknaben & Container auf der Haardter Höhe

Am Samstag, 24. März 2012 öffnet die neue Heimstätte der privaten Initiative „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ ihre Pforten in Neustadt/Weinstrasse auf der Haardter Höhe. Das Nachwuchsförderungs-Projekt, das laut SPIEGEL „Deutschlands renommiertester Wettbewerb für junge Fotografie“ (22.1.2009) ist, präsentiert als Eröffnungs-Ausstellung „Chorknaben“, „Eleven“ und „Container“.

Schlicht „Maximilian“ hat die „gute aussichten“ Preisträgerin (2004/2005) der ersten Stunde, Monika Czosnowska dieses klassische Portrait aus ihrer Serie „Chorknaben“ genannt. Die Präzison, wie Monika Czosnowska den Mensch und sein Wesen ins Licht rückt und abbildet ist ebenso verblüffend, wie offenbarend.

Ob es sich dabei um die „Chorknaben“ oder wie hier um „Marta“ aus der Serie „Eleven“ handelt, immer gelingt es Monika Czosnowska den Augenblick zu erwischen, in dem über das Bild hinaus das Wesen und Werden der Abgebildeteten offensichtlich werden.

Ganz anders hat sich Anna Simone Wallinger, „gute aussichten“ Preisträgerin 2009/2010, in ihrer vielbesprochenen und gelobten Serie „Container“ dem Wesen und Werden von Menschen angenommen.

Anna Simone Wallinger hat über Monate hinweg in einer Containersiedlung für Asylsuchende in Berlin fotografiert. Dabei bleibt ihr Blick auf die Menschen und die Umgebung stets der Gleiche. Für den Betrachter ist es, als würde er das Zimmer betreten und geradewegs hinein blicken.

Dabei hat die junge Fotografin viel Zeit mit ihren Protagonisten verbracht, mit ihnen gekocht, gegessen, gelebt und sie immer nur so fotografiert, wie sie selbst es auch wünschten.

So sind fast 50 Aufnahmen zwischen Ausnahmezustand und Alltag, zwischen Ohnmacht und Strategie, entstanden, die als Diaprojektion in einem „Container“ auf der Haardter Höhe präsentiert werden.

Wie diese kleine Serie zeigt ist es Anna Simone Wallinger dabei gelungen, die grossen Themen, die uns bewegen, der Wunsch nach Freiheit und Selbststimmtheit, nach Sicherheit und Vertrauen, nach Zugehörigkeit und Verbundenheit auf berührende Art und Weise ins Bild zu setzen.

Den Arbeiten der beiden „gute aussichten“ Fotografinnen gemeinsam ist, trotz aller formalen und ästhetischen Unterschiede, dass der Mensch und sein Sein in den Blick- und Brennpunkt gerückt wird.

Das erste „gute aussichten_heimspiel“ ist am Samstag, 24. März 2012, von 14-19 Uhr auf der Haardter Höhe in Neustadt/Weinstrasse ausschliesslich auf Einladung zu besuchen. Einladungs-Request: info@guteaussichten.org

Von 26. März bis 1. Juli 2012 ist die Ausstellung in unserem Haus nach Anmeldung zu besuchen: info@guteaussichten.org oder telefonisch: +49-(0)6321-970 67 99.

Weitere Informationen hier.

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