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Ab Donnerstag 23. November 2017: gute aussichten 2017/2018 & der gute aussichten GRANT im NRW-Forum Düsseldorf

Donnerstag, 16. November 2017

Zusammen mit der Ausstellung gute aussichten 2017/2018 eröffnen wir am Donnerstag, 23. November 2017 ab 21 Uhr im NRW-Forum Düsseldorf (Ehrenhof 2) auch den gute aussichten GRANT, das Projekt- und Ausstellungsstipendium, welches wir seit diesem Jahr an die gute aussichten Preisträger der Jahre 2004-2016 für eine neue Arbeit vergeben können.

Der erste gute aussichten GRANT ging an Stefanie Schroeder für ihre 2-Kanal-Video-Projektion 40h, max. 2 Monate, in dem sich die gute aussichten Preisträgerin 2014/2015 mit dem Thema „Selbstoptimierung“ äusserst kritisch wie humorvoll auseinandersetzt. Der 45 Minuten Film erhielt bereits bei seiner Premiere im August 2017 in Berlin standing ovations. Weitere Informationen über „40h, max. 2 Monate“ und den ersten gute aussichten GRANT.

Ulrich Seidl, der renommierte österreichische Filmregisseur und Drehbuchautor unterstützt die Jury von „gute aussichten 2015/2016“

Freitag, 5. Juni 2015

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So haben wir uns das immer vorgestellt: Einen Pessimisten, Voyeur, Sozialpronographen, Humanisten, Menschverachter, Provokateur und Unhold an Bord zu haben. Und das sind nur einige der Etiketten, die mensch dem Film-Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Ulrich Seidl so aufdrückt. Der Österreicher, der heute in Wien lebt und auch fotografisch arbeitet, wird die „gute aussichten – junge deutsche fotografie 2015/2016“ Jury beehren und sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Danke.

Filme, die so bildhaft sind, dass sie wie die konsequente Fortführung der Fotografie anmuten und Themen, die so weh tun, dass Otto-Normal-Verbraucher anfängt an den Fingernagelbetten rum zu knabbern – es gäbe wahrlich schlechtere Markenzeichen für einen Regisseur. Und doch wird der Österreicher international mit Auszeichnungen und Preisen für seine Filme geradezu überhäuft. Darunter so brutal realistische Filme wie „Models“ (1998), „Hundstage“ (2001), „Import-Export“ (2007) und die Trilogie: „Paradies: Liebe // Glaube // Hoffnung“ (2012-2014). Natürlich geht es Ulrich Seidl immer um die essentiellen Dinge des Lebens: Liebe und Sex, Einsamkeit und Existenz, Hoffnung und Angst, Beheimatung und Verlorensein. Darunter macht er es einfach nicht. Gut so! Und wenn er kein Filmregisseur wäre, könnten wir ihn glatt für den Detektiv Brenner des Autors Wolf Haas halten. Der kommt auch aus Wien und macht’s auch nicht drunter.

Aber im Ernst: Wir freuen uns sehr auf die Teilnahme von Ulrich Seidl an der „gute aussichten 2015/2016“-Jury und sind gespannt, was er zu den eingereichten Arbeiten der jungen Talente sagen wird. Weitere Infos zu Ulrich Seidl und seinem umfangreichen Werk finden Sie hier: www.ulrichseidl.com

Einsendeschluss für „gute aussichten 2015/2016“ ist Freitag, 31. Juli 2015. Alle Informationen zur Teilnahme und die vollständige Jury stehen hier.