Artikel mit den Tags "jury"

Die Jury-Crew-Gang für gute aussichten 2017/2018

Mittwoch, 6. September 2017

29. August 2017, Neustadt/Weinstrasse, gute aussichten Headquarter, Haardter Schloss, die extrem engagierte und ebenso reizende Jury-Crew-Gang für gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2017/2018 (v.r.): Tamara Lorenz, Künstlerin, Fotografin, Musikerin und gute aussichten Preisträgerin der ersten Stunde, Köln; Stefan Becht, Journalist und gute aussichten Kommunikator; Dr. Wibke von Bonin, Kunst- & Kulturjournalistin, Jurymitglied seit 2009, Köln; Boris Becker, Künstler, Fotograf, Segler und Verleger, Köln; Josefine Raab, Kunsthistorikerin, Gründerin & CEO gute aussichten, Neustadt/W; Mario Lombardo, Art Director, Gestalter, Duft-Erfinder & Jurymitglied seit Beginn (2004) von gute aussichten, Berlin; Alain Bieber, Künstlerischer Direktor des NRW-Forum Düsseldorf und Multimedialer Allorundgestalter; Amélie Schneider, Bildchef & -liebhaberin des Magazins NEON und DJ, Hamburg sowie Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, Bildentschlüssler, Ausstellungsmacher & Fotograf, Hamburg.

Danke Schön! – Mit fast 100 Einreichungen geht gute aussichten – junge deutsche fotogrie 2017/2018 nun in die Jurierung

Montag, 7. August 2017

Das gabs noch nie: Das Fernsehen begleitete die Sortierung, Datensichtung & -sicherung, die Einpflege usw. der fast 100 Einsendungen von Abschlussarbeiten für unseren Wettbewerb gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2017/2018.

Wir danken allen Student/inn/en für ihre Einreichungen, den Hochschulen, Institutionen und dortigen Professor/inn/en für die freundliche Begleitung unseres Wettbwerbs und Pola Bermes für die geradezu vorbildliche Organisation, die mit den ganzen Vorbereitungen der Jurysitzung verbunden sind – Thanks in xxxl, liebe Pola!

35 Institutionen haben sich übrigens in diesem Jahr an gute aussichten 2017/2018 beteiligt. Wer dieses Jahr alles in der Jury sitzt, lesen Sie hier.

Weitere Informationen über gute aussichten 2017/2018 finden Sie hier und hier.

gute aussichten 2016/2017: Die Jury in der Garten-Pause

Dienstag, 6. September 2016

Jurysitzung_5572_pause

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Nachdem wir vorgestern die frontale Ansicht der fast ganzen Jury präsentiert haben, hier nun sechs der acht Juroren während der wohlverdienten Pause im Garten des Haardter Schlosses. Natürlich fehlen wieder mal 2 Jurorinnen!

Im Hintergrund, von links her, sind zu sehen: Stefan Becht (Neustadt/W.) und Mario Lombardo (Berlin). Am Tisch sitzen, von links her: Herlinde Koelbl (München), Ingo Taubhorn (Hamburg),  Thomas Neumann (Düsseldorf) und Dr. Wibke von Bonin (Köln).

gute aussichten 2016/2017: Fast alle anwesenden Jurymitglieder im Bild

Sonntag, 4. September 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Nachdem wir gestern die versammelte Rückenansicht der fast ganzen Jury präsentiert haben, hier nun sechs der acht Juroren frontal bei der Arbeit. Von links her sind zu sehen: Dr. Wibke von Bonin (Köln), Thomas Neumann (Düsseldorf), Ingo Taubhorn (Hamburg), Mario Lombardo (Berlin), Amélie Schneider (Hamburg) und Herlinde Koelbl (München).

gute aussichten 2016/2017: Fast alle im Bild verborgenen Mitglieder der Jury

Samstag, 3. September 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist, nachdem wir ja nun alle Juror/inn/en von gute aussichten 2016/2017 einzeln präsentiert haben: Welcher Juror fehlt denn auf diesem Bild?

Auflösung von vorgestern: Der beiden Herren, die gemeinsam über die Mauer schauen sind Mario Lombardo (rechts), Art Director (Bureau Lombardo, Berlin), einer der gefragtesten Gestalter weltweit und seit der allerersten Stunde von gute aussichten mit an Bord, in der Jury und ein guter Freund, sowie Stefan Becht (links), der Mitbegründer von gute aussichten.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. VII & VIII

Donnerstag, 1. September 2016

IMG_2662_juroren_duo_430

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welche beide Juroren – beide seit Anbeginn von gute aussichten mit von der Partie – blicken hier gerade zusammen über die Schlossmauer, um das Gelände in Augenschein zu nehmen?

Auflösung von gestern: Der Herr, der gerade mit seinen Liebsten telefoniert, ist natürlich Thomas Neumann, in Düsseldorf und Japan lebender Fotograf, gute aussichten Preisträger der ersten Stunde (2004/2005) und erstmals mit in der Jury. Ab Samstag 17. September 2016 zeigt Thomas Neumann in unseren Räumen im Haardter Schloss, Neustadt/W., beim gute aussichten_heimspiel7 zwei seiner neuen fotografischen Serien: Alle Infos & die Einladungskarte.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. VI

Mittwoch, 31. August 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welcher Juror, von dem wir mehr sehen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist, telefoniert hier gerade mit seinen Liebsten?

Auflösung von gestern: Die Dame, von der wir nur ihre Hand in den Blumen sehen, ist natürlich Josefine Raab, die gute Seele und Gründerin unseres Projektes gute aussichten und – auch in diesem Jahr – Vorsitzende der Jury.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. V

Dienstag, 30. August 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Wessen Jury-Hand ist hier in den Blumen unterwegs?

Auflösung von gestern: Die Dame, deren schöner Rücken uns entzückt, ist natürlich die Fotografin Herlinde Koelbl, stets neugierige Bilder-Schauerin, die „Grand Dame der deutschen Fotografie“ und in diesem Jahr erstmals Jurymitglied bei gute aussichten.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. IV

Montag, 29. August 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welche der vier Jury-Damen besticht hier ausschliesslich durch ihren schönen Rücken?

Auflösung von gestern: Die Herr im sommerlichen Hemd, der sich versucht dem Auge der Kamera zu entziehen, ist natürlich Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, seit vielen Jahren Jurymitglied und gute aussichten seit Anbeginn an verbunden.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. III

Sonntag, 28. August 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welcher der vier Jury-Herren versucht sich hier dem Bild, das die Kamera einfangen will, zu entziehen?

Auflösung von gestern: Die schöne Dame, die sich hinter dem Mobile verbirgt, ist natürlich Dr. Wibke von Bonin, Kunsthistorikerin, Kulturjournalistin, seit Jahren Jurymitglied und gute aussichten freundschaftlich verbunden.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. II

Samstag, 27. August 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welche der vier entzückenden Jury-Damen verbirgt sich wohl hinter dem gerade fotografierenden Mobile?

Auflösung von gestern: Die schöne Dame unter dem schönen Sommerhut ist natürlich Amélie Schneider, die Bildchefin des Magazins NEON.

gute aussichten 2016/2017: Die im Bild verborgenen Mitglieder der Jury, Nr. I

Freitag, 26. August 2016

IMG_2675_440

Natürlich kann jeder die Mitglieder der gute aussichten 2016/2017 Jury auf unserer Website nachlesen. Die Frage, die sich allerdings hier stellt, ist: Welche der vier entzückenden Jury-Damen verbirgt sich wohl unter diesem schönen Sommerhut?

Die fotografische Geschichtenerzählerin: Die renommierte Fotografin Herlinde Koelbl beehrt die gute aussichten 2016/2017 Jury

Sonntag, 19. Juni 2016

HerlindeKoelbl_JohannesRodach_14_420

Herlinde Koelbl, in Lindau geboren und in der Nähe von München zu Hause, darf ohne jeden Zweifel als die „Grand Dame der deutschen Fotografie“ bezeichnet werden. Ihre mehr als umfangreichen Arbeiten zeichnen sich durch Konsequenz und Beharrlichkeit aus, ihre Zyklen u.a. zu den Themen Macht, Frauen, Männer, Kinder ist ein Blick eigen, der die Bilder unverwechselbar macht. Neben unzähligen Publikationen, darunter die wegweisenden Bücher „Männer“, „Starke Frauen“, „Jüdische Porträts“ und „Spuren der Macht“ wurde Herlinde Koelbl mit Preisen und Ehrungen geradezu überschüttet. Wenn auf eine Fotografin in Deutschland die Bezeichnung fotografische Geschichtenerzählerin passt, dann auf die Künstlerin Herlinde Koelbl (Foto: Johannes Rodach).

Nun unterstützt Herlinde Koelbl die Arbeit der gute aussichten 2016/2017 Jury – vielen Dank!

Nach dem Fotografen Andreas Gursky, der uns in den ersten beiden Jahre begleitete (2004/2005 & 2005/2006), dem international tätigen Fotografen Juergen Teller (2006/2007), dem Künstler Thomas Demand (2007/2008), dem Maler Norbert Bisky (2008/2009), der Schweizer Videokünstlerin und Fotografin Annelies Strba (2009/2010), dem Fotografen Thomas Ruff (2010/2011), dem virulenten Künstler Jürgen Klauke (2011/2012), dem ebenso freundlichen wie schlagfertigen Fotografen Thomas Struth (2012/2013), dem Fotografen Hans-Christian Schink (2013/2014), dem international renommierten Fotografen Paul Graham (2014/2015) und dem österreichischen Filmregisseur, Produzenten und Drehbuchautor Ulrich Seidl (2015/2016), ist es uns eine Ehre, Herlinde Koelbl in der gute aussichten 2016/2017 Jury begrüssen zu dürfen.

Einsendeschluss für gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 ist Montag 1. August 2016. Alle Infos zu dem Wettbewerb und den weiteren Jurymitgliedern stehen hier.

13. Runde: Die Teilnahme-Bedingungen für gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 sind online

Freitag, 6. Mai 2016

IMG_0043_kyung_430

Nicht jeder kann seine Arbeit so einfach transportieren, wie die gute aussichten 2015/2016 Preisträgerin Kyung-Nyu Hyun es hier in Koblenz vormacht. Doch der Fantasie sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt…

Wer Selbige und eine fotografische Abschlussarbeit hat und sich dann noch bei gute aussichten 2016/2017 bewerben möchte, der kann jetzt loslegen. Die Teilnahme-Bedingungen für gute aussichten 2016/2017 stehen hier. Dort gibt es auch jede Menge Infos, was bei der Bewerbung zu beachten ist, wer so in der Jury sitzen wird, dass der Einsendeschluss am 1. August 2016 ist und es findet sich der komplette Teilnahme-Bogen als praktisches PDF. Neu ist in diesem Jahr: Bitte keine CDs oder DVDs mehr schicken – die Dinger ruinieren uns regelmässig die Rechner – danke! Also: Alles ausführlich lesen, begutachten und für sich entscheiden, ob Du mitmachen möchtest und kannst: Viel Glück!

Eine Liebeserklärung an die Fotografie & die Arbeit mit ihr – von Amélie Schneider

Mittwoch, 19. August 2015

Selten genug können Menschen über das, was sie tun, jeden Tag tun, was sie arbeiten eine vernünftige Beschreibung abgeben. Das hat sicherlich damit zu tun, dass sie das, was sie tun, nicht so schrecklich gern tun. Noch seltener ist es allerdings, dass jemand eine so wunderschöne Skizzierung dessen gelingt, was er jeden Tag tut. Und sehr gerne tut! Was wir hier von Amélie Schneider lesen dürfen ist schlicht eine Liebeserklärung an das Medium Fotografie und die tägliche Arbeit damit. Wie das gelingt? Da liebt jemand seinen Job, das Leben und die Fotografie! Eine getextete Sternstunde für die Fotografie frisch serviert aus der Fotoredaktion von NEON.

AMELIE_420

Amélie Schneider, 33, (fotografiert von Kathrin Spirk) studierte Visuelle Kommunikation an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht. Seit sieben Jahre ist sie Mitglied der Fotoredaktion des Magazins NEON und seit 2015 deren Fotochefin. Amélie ist in diesem Jahr erstmals, neben so bekannten Persönlichkeiten wie der Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin Dr. Wibke von Bonin und dem österreichischen Regisseur und Filmemacher Ulrich Seidl, Mitglied in der Jury von gute aussichten, dem laut SPIEGEL „renommiertesten Wettbewerb für junge Fotografie in Deutschland“. Zusammen mit der Chefredakteurin von NEON, Nicole Zepter legt Amélie Wert auf die kompromisslose Relevanz junger Fotografie im Heft.

Amélie Schneider
In meiner Arbeit ist mir meine Verantwortung gegenüber der Fotografie jeden Tag bewusst. Wir arbeiten sehr gründlich und überlegt und mit einer sehr spürstarken Optik. Ich meine damit, dass jeder für sich prüft, ob es die beste und zeitgemäße Lösung für eine Bebilderung ist, die wir in Druck geben. Vom Moment des Konferierens über die Themen und wie wir sie optisch sehen, über den Austausch darüber mit dem Fotografen bis hin zum fertigen Layout vergehen ca. drei Wochen. Das ist genug Zeit, um eine gute fotografische Arbeit reifen zu lassen.

Oft haben wir mehrere gute Lösungen, Layouts und lassen ein, zwei Nächte verstreichen und sie „reifen“. Morgens komme ich oft ins Büro und frage den Grafiker, mit dem ich die Bildauswahl gemacht habe: „Und, was hast Du heute Morgen gedacht, als Du das Layout gesehen hast?“ Meist weiß man es am nächsten Morgen sofort: „Das ist es“. Dann ist es so gut, dass man es sich immer wieder anschauen muss. Wie ein guter Song, den man auf repeat stellt um ihn richtig in die Venen zu kriegen.

Das Schöne an unserer Arbeit ist der Fluss. Zu spüren, wie sich die Fotografie jeden Tag bewegt. Mit dem Durchforsten von Portfolios und Tumblern Stimmungen einzuatmen. Viele davon sind nicht relevant für konkrete Veröffentlichungen und haben doch Einfluss auf unsre Wahrnehmung. Es kann ein bestimmtes Thema sein, ähnliche Übungen mit Licht und Mitmenschen, ein bestimmter Humor. Man bewegt sich in diesem Dickicht an Momenten und es verdichtet sich, man begibt sich auf die Welle, das ist wirklich surfen.

Plötzlich begegnet man einem Bild, das ungesehen ist und macht einen Screenshot. Es ist noch völlig unklar, was dieses Bild je für eine Verwendung haben wird, aber es muss „gepflückt“ werden. Dieses Pflücken und freezen von Bildern ist Teil meiner Arbeit rund um die Uhr. Dank Instagram spaziere ich den ganzen Tag, auch vor und nach dem Büro, durch Fotografenportfolios. Das Bauchgefühl, mit dem wir als Blattmacher arbeiten, ist jedoch nicht von persönlichem Geschmack geprägt. Es geht immer um den Auftrag des Editierens im Sinne des Mediums. Um die Frage, welche Bilder sind in diesem Monat relevant, welche Aspekte der Fotografie wollen wir fest halten? Was wollen wir sehen, wo wollen wir uns wiederfinden? Das Bündeln und mischen dieser Bilder unserer Generation ist mein Job.

Dabei ist der Aspekt des Mischens besonders interessant. Wir geniessen mit NEON als einem General Interest Magazin, den Vorzug, ein Forum für die verschiedenen Facetten der Fotografie, Mode, Portrait, Inszenierung, Reportage zu sein. Im Moment kombinieren wir sachliche Portrait-Fotografie aus Deutschland oft mit dem lässigen, beiläufigen, warmen Look aus Barcelona und der Bild- und Symbolkraft aus den USA und London. Unser Impressum liest sich oft wie das Line-up eines guten Clubs. Da findet man Residents, die uns seit Jahren begleiten, bei uns die ersten Veröffentlichungen hatten und jetzt kaum noch available sind, weil sie so gut gebucht sind. Genau so wie junge Fotografen, die noch keine bezahlten Jobs hatten, aber eine Nuance in der Fotografie zeigen, die auch wir gerade sehen und im Heft widerspiegeln wollen. Da zögern wir nicht, jemanden sofort für eine feste Rubrik zu buchen.

Der Vorgang ist also dieser: Wir haben einen Überblick, wir spüren etwas in der Fotografie, wir sehen das konkret bei einem jungen Fotografen und stellen es mit ihm für NEON her. Nicht selten übertrifft das Ergebnis die Erwartungen. Das ist dann der schönste Moment. Wenn die Vorstellung des Bildes durch das hergestellte Bild übertroffen wurde. Dann spüren der Fotograf und ich, es ist etwas Neues entstanden. Etwas, das die Fotografie wieder um einen Millimeter fort bewegt hat. Das passiert nicht in jedem Heft, aber wenn es passiert, wissen es beide, Fotograf und Fotoredakteur. Das ist dann mehr als die Summe der einzelnen Teile, wenn das Licht gestimmt hat, die Chemie zwischen Protagonist und Fotograf, wenn etwas passiert, was niemand sich am Schreibtisch vorher hat ausmalen können. Wie bei der Fliege in dem Portrait von Christian Kracht, das Julian Baumann 2008 fotografiert hat. Im richtigen Moment flog sie an und setzte sich auf Christian Krachts Wange.

chr_kracht_neon_400
Der Schriftsteller und Journalist Christian Kracht, 2008, fotografiert von Julian Baumann