Artikel mit den Tags "photography"

Noch 3 Tage, bis Pfingstmontag 21. Mai 2018, 20 Uhr in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Claudia Christoffel und Kolja Linowitzki

Samstag, 19. Mai 2018

Hamburg, Deichtorhallen, Haus der Photographie, Donnerstag 25. Januar 2018, 19 – 24 Uhr: Die Ausstellung gute aussichten DELUXE eröffnet mit Der Langen Nacht der Fotografie und präsentiert die Werke von 25 jungen Fotograf/inn/en durch 16 Interpret/inn/en.

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen hier täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit den Künstlern Claudia Christoffel (Vierte von rechts) und Kolja Linowitzki (Zweiter von links) während der Eröffnung von gute aussichten DELUXE, fort.

Wir bewegen uns von Christina Werners Installation Reflecting Pools im rechten Ausstellungsflügel der Halle weiter Richtung Ausgang und kommen sofort zu Claudia Christoffels Arbeit FUN-GHB-EAT.

Die von Claudia Christoffel (links), hier zusammen mit den Interpreten ihrer Arbeit, dem Gestalter und Galeristen Werner Widmer (rechts) während Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg, konzeptuell angelegte Fotoarbeit FUN–GHB-EAT besteht aus 28 Fotografien von alltäglichen, teilweise wiederkehrenden Gegenständen.

Die Bedeutung der Objekte als einzelnes Artefakt, wie wir sie oben als Bestandteile der Performance von Werner Widmer sehen können, wie auch als Teil der Werkreihe, ist maßgeblich an deren Kontextualisierung gebunden. Claudia Christoffel nimmt mit dieser Arbeit Rekurs auf ein Buch des amerikanischen Künstlers John Baldessari aus dem Jahr 1976. Darin zeigt dieser die einander zugewandten Profile zweier Männer in Kombination mit wechselnden Gegenständen, die als Tatwaffen bei Gewaltverbrechen benutzt worden waren.

Claudia Christoffel zitiert in FUN nach ausführlichen Recherchen zu Sextoys für den Eigenbedarf 14 Objekte, die der sexuellen (Selbst-)Befriedigung dienen (können). Was wir mit diesen Alltagsdingen alles noch so …

… anfangen können, wenn wir nur wollen und die Betrachter dazu bekommen, demonstriert Werner Widmer (Zentrum, mit Brille), freundlich assistiert von der Interpretin Amélie Schneider (rechts neben Widmer) während einer seiner zwei Performances zu FUN-GHB-EAT bei Der langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Die siebenteilige Reihe GHB zeigt Gegenstände, die bevorzugt von Vergewaltigern verwendet werden. GHB bezieht sich auf die chemische Formel der sogenannten K.O.-Tropfen, die oftmals Opfern von Gewaltverbrechen verabreicht werden und die Erinnerung an das Ereignis auslöschen. Die letzten sieben Tafeln der Reihe EAT rücken die gezeigten Artefakte zurück in ihren alltäglichen Gebrauchskontext. Gleich einem Rorschach-Test (ein Formdeutungsverfahren, das in der Psychoanalyse Anwendung findet) entscheidet letztlich die individuelle Phantasie jedes einzelnen Betrachters über die Art der Applikation und wird zum gedanklichen „Vollstrecker“ einer jenseits des Bildes liegenden Realität.

Treten wir aus Claudia Christoffels Arbeit zurück in die Halle, wechseln wir nicht nur radikal das Thema sondern auch Format, Technik und Präsentation der Arbeit Digits of Light von Kolja Linowitzki. Wir sehen ihn …

… hier (Zentrum, mit Brille und Käppi) zusammen mit der Interpretin seiner Arbeit, Dr. Sabine Schnakenberg (rechts von Linowitzki), Sammlungskuratorin am Haus der Photographie, während Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg sehen. Freundlich begutachtet von dem Interpreten Jordan Theodoridis (rechts neben Schnkenberg, mit Brille) und Magnus Pölcher (links von Linowitzki, mit Brille), dem Kuratorischen Assistenten des Hauses.

Die ersten Experimente zu Digits of Light begannen weit im Vorfeld von Kolja Linowitzkis Studienabschluss. Der Tüftler Linowitzki mochte sich nicht mit dem zufriedengeben, was der Fotograf Linowitzki mittels digitaler und analoger Technik an Bildfindungen hervorzuzaubern vermochte. Er begann Versuchsreihen mit Licht und fotografischem Material, zeichnete akribisch jedes Produktionsdetail auf und entwarf schließlich eine eigene Belichtungsapparatur, die – vereinfacht ausgedrückt – aus einem modifizierten Vergrößerer, einem Smartphone und einer motorisierten Drehscheibe besteht.

Viele Versuche später entstehen 2015 die ersten brauchbaren Bildergebnisse – Luminogramme mit digitalem Licht auf analogem Fotopapier. Apparatur, Methodik und Steuerung werden nach und nach verfeinert, was ein größeres Farb- und Formenspektrum ermöglicht. Wie beim klassischen Fotogramm folgen auch die Bilderzeugnisse Kolja Linowitzkis keiner bestimmen oder kontrollierbaren Ästhetik. So vermählen sich in Digits of Light analoge und digitale „Elementarteilchen“ zu immer wieder überraschenden Formen und Farben, die dem Blick eine betörende Welt materialisierten Lichts eröffnen.

Unsere Gastgeber Dr. Dirk Luckow (Zentrum, blauer Anzug, Brille), Intendant der Deichtorhallen Hamburg und der Kaufmännische Geschäftsführer des Hauses, Bert Kaufmann (rechts von Luckow, dunkelblauer Anzug, Brille), denen wir für ihre freundlich verbundene Gastfreundschaft danken, während der Eröffnung der Ausstellung gute aussichten DELUXE und Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in  Hamburg.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 8 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Maja Wirkus & Helena Schätzle

Dienstag, 15. Mai 2018

The Gang – 12 der 25 gute aussichten DELUXE´lerinnen (von rechts) vor Der Langen Nacht der Fotografie: Monika Czosnowska (noch ohne Krücken), Saraha Strassmann, Claudia Christoffel (mit Blumenband), Jewgeni Roppel (mit Käppi), Maja Wirkus, Marian Luft, Rebecca Sampson, Kurator Ingo Taubhorn, Luise Schröder, Nadja Bournonville (grüner Pullover), Anna Simone Wallinger, Christina Werner, Kolja Linowitzki (auch mit Käppi) und die Gründerin von gute aussichten, Josefine Raab.

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen hier täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Maja Wirkus (links) zusammen mit der Interpretin ihrer Werke, der Kunsthistorikerin und Kuratorin Babette Marie Werner während Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen, sowie der Fotografin Helena Schätzle fort.

Die Arbeiten von Maja Wirkus Arbeiten finden sich in der Ausstellung direkt im Anschluss an das Kabinett von Sarah Strassmann. Die Auseinandersetzung mit architektonischen Räumen und Formen bildet den Ausgangs- und Endpunkt von Wirkus‘ künstlerischen Untersuchungen und Schaffen.

Auf die Arbeit mit der Kamera und dem fotografischen Bild folgt ein Prozess, in dem Raumeindrücke, Recherchen und Wissensfragmente in der Bearbeitung verschiedener Materialien überlagert und transformiert werden. So entstehen Bilder, Werke und Installationen, die multimediale Kondensationen fotografisch architektonischer Raumerfahrung darstellen, aber auch subtile Verschiebungen, in denen Wahrnehmungsprozesse irritiert, verändert und dadurch erst sichtbar werden.

Fotografien werden als dreidimensionale Objekte in den Raum übersetzt, auf anderen Materialien angebracht, sie werden collagiert, gebogen, vergroßert und zerschnitten. Anschließend werden sie wiederum fotografiert, weiter abstrahiert und neu zusammengesetzt, bis sie ihre Ursprungsform verlieren. Das Fotografische, wie wir es aus dem Alltag kennen, versucht Maja Wirkus an seinen Rändern zu erforschen und auf seine Strukturen hin zu befragen. Es dient ihr als Medium der Einschreibung, Erinnerung und Aneignung von räumlichen Konstellationen.

Das letzte/erste Kabinett im rechten Ausstellungsflügel mit „nur“ 3 Bild- und Texttafeln, schliesst direkt an Maja Wirkus‘ Raum an und präsentiert die Arbeit Mahila von Helena Schätzle.

Die meisten Frauen Indiens haben ein hartes Los. Als Mädchen unerwünscht und von Geburt an als Mensch zweiter Klasse diskriminiert, werden zwei von drei Frauen Opfer häuslicher Gewalt, jede fünfte Frau wird im Lauf ihres Lebens Opfer von Vergewaltigung(en) oder anderen Misshandlungen. Die krasse Benachteiligung von Frauen ist Teil des indischen Alltags, die meisten Fälle von Gewaltanwendung innerhalb der Familien werden nie öffentlich oder gar vor Gericht gebracht. Helena Schätzle, die selbst seit mehreren Jahren in Indien lebt und arbeitet, beschäftigte sich über eine Dekade lang mit dieser Problematik. Um Antworten zu finden, begann sie, Frauen zu befragen und zu portraitieren.

Entstanden ist dabei ein Archiv, das weibliche Schicksale im gesamten Land in Wort und Bild dokumentiert. Die meisten Geschichten erzählen von einem unglaublich brutalen Umgang und unfassbarem Leid, das die Gesichter und Körper der Frauen gezeichnet hat. Einigen von ihnen ist es gelungen, sich aus dieser Spirale von Machismo, Gewalt und Geringschätzung zu befreien und ihr Leben und das ihrer Kinder selbst in die Hand zu nehmen.

Mit Mahila gelingt es Helena Schätzle, diese Leiden eindringlich sichtbar zu machen und gleichzeitig die Würde der Betroffenen zu wahren. In ihren Gesichtern offenbaren sich Kampf und Kummer, Leid und Resignation, Verletzlichkeit und Hoffnung gleichermaßen.

Künstlerinnen und Interpretinnen in der erste Reihe (von links): Wibke von Bonin, Maja Wirkus, Carla Susanne Erdmann und Sarah Strassmann am 25. Januar  2018 während der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung der gute aussichten DELUXE Ausstellung …

… in den Deichtorhallen Hamburg. Eine Nacht und Eröffnung in der es selbst Maja Wirkus nicht ganz leicht fiel den (fotografischen) Überblick zu behalten.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 15 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Felix Dobbert

Montag, 7. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten hier vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Felix Dobbert und seinen 3 Serien Some Flowers, Edges & Random Flowers fort, die sich im mittleren Kabinett des linken Ausstellungsflügel befinden.

Felix Dobbert (Dritter von links) mit den Künstlern (v.l.) Christina Werner, Marian Luft und den Gründern von gute aussichten Stefan Becht und Josefine Raab (rechts) während Der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung von gute aussichten DELUXE am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Gleich 3 neue Werkgruppen zeigt Felix Dobbert in der Ausstellung gute aussichten DELUXE in Hamburg, hier alle auf einen Blick (v.l.): Eines der grossformatigen Edges, in der Mitte ein Motiv der Some Flowers und rechts die Serie Random Flowers.

Felix Dobbert (Zweiter von rechts) zusammen mit dem Kurator des Hauses der Photographie, Ingo Taubhorn (rechts) und dem Künstler Stephan Tillmans (Vierter von links) während Der Langen Nacht der Fotografie in Hamburg, umkreist in seiner fotografische Praxis das grosse Thema des Stilllebens.

Die metaphorische Aufladung der Sujets und Vanitas-Motive klassischer Stillleben ersetzt Dobbert dabei durch die Fokussierung auf Präsenz und Präsentation des Materials. Edges zeigt auf drei großen Tafelbildern lose Konglomerate von freischwebenden, sich in einem imaginären Raum drehenden Kunststoffteilen. Das Triptychon speist seine visuelle Kraft aus einer betörenden Raumkonstruktion und einem irritierenden Moment der Abstraktion. Bildgegenstand und Bildraum sind zu einem illusionistischen Gebilde verschmolzen, das sich den gängigen Parametern unserer perspektivischen Wahrnehmung völlig wiedersetzt.

Random Flowers (rechts im Bild) ist eine Serie von 12 einzelnen Hortensien, deren Blütenstände additive wie subtraktive Deformationen aufweisen. „Diese forcierten „Fehler“ entstehen im Moment der Aufnahme und wurden nicht nachträglich hinzugefügt.

Hier wurde die Panoramafunktion der Kamera ad absurdum geführt“, sagt Felix Dobbert. Die Bildergebnisse sind genuin fotografisch, was verblüffend an jenen Stellen ist, wo ausschließlich durch die Rechenleistung des Apparates explizit Bildteile verschwinden. Präsentiert vor weißem Grund, gefasst in schlichten, weißen Holzrahmen, erlangen die Random Flowers die Aura einer wissenschaftlichen Reihung, eines modernen Herbariums, das, akribisch bis ins Detail, Varietäten einer noch weiter zu erforschenden Spezies aufzeigt.

Alles so schön blau hier! Das ebenso viel geliebte wie viel fotografierte blaue Motiv der Some Flowers Reihe von Felix Dobbert in der gute aussichten DELUXE Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 16 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Nadja Bournonville

Sonntag, 6. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten hier vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Nadja Bournonville und ihrem Zyklus Blindfell fort, der sich im hinteren Kabinett des linken Ausstellungsflügels befindet.

Nadja Bournonville (zweite von links) mit der Interpretin ihrer Arbeit Blindfell, der lieben Amélie Schneider (zweite von rechts), Bildliebhaberin und Fotografieexpertin und Klaus Hillmann (rechts), Geschäftsführer von Tandem während Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Blindfell ist ein Begriff aus dem Altenglischen und bedeutet, jemanden seiner Sehfähigkeit zu berauben. In ihrer gleichnamigen Werkreihe fokussiert Nadja Bournonville Fehlfunktionen unserer visuellen Wahrnehmung.

Die Protagonisten von Bournonvilles Bilder sind nicht selten ihres Augensinns beraubt – mit bedeckten, herausgeschnittenen oder gänzlich schwarzen Augen, wie auch hier die zufällig ausgesuchten Mitwirkenden der Performance The Magic Triangle von Amélie Schneider anlässlich Der Langen Nacht der Fotografie.

Wir „sehen“ mit unserem Gehirn, das unsere Eindrücke in Bruchteilen von Sekunden sortiert, mit vorhandenem Wissen abgleicht und speichert. Es fragt sich, welche Eindrücke bleiben und warum? Was fasziniert oder stößt uns ab, was verliert sich in Unachtsamkeit, in Desinteresse?

Blindfell visualisiert optische Täuschungen. Häufig unscharf, fehlfarbig, doppelt belichtet oder manuell bearbeitet erinnern Bournonvilles Bilder an Irrlichter oder die legendären Elmsfeuer.

Sie erinnern auch die frühen Tage der Fotografie, als man der camera obscura, der geheimnisumwitterten dunklen Kammer, die Fähigkeit zutraute, Unsichtbares und Übersinnliches wie Geister oder spiritistische Erscheinungen ins Bild zu bannen.

Das Glasbild aus Blindfell, handbeschrieben von oben bis unten, frei schwebend im Raum, erzählt einen nicht lesbaren Mythos und gehört sicherlich zu den am meisten bewundernsten und fotografierten Objekten der Ausstellung. Auch das Cover des gute aussichten DELUXE Magazins (unten) zeigt ein Motiv aus Blindfell.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 18 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Thomas Neumann

Freitag, 4. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten hier vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Thomas Neumann und seinen beiden Serien Mori und Ishi, die beiden in Japan entstanden, fort.

Die Werkreihen Mori und Ishi thematisieren in einem weitläufigen Sinn das kulturell geprägte Verhältnis von Mensch und Natur, das sich auch in den jeweiligen Bildtraditionen niederschlägt.

Die Waldbilder der Serie Mori wurden insitu mit einer analogen Großbild-Kamera belichtet. Später sehen wir auf Neumanns detailreichen, zeichnerisch anmutenden Tafelbildern das fotografische Negativ der ursprünglichen Aufnahme.

Die Serie Ishi nimmt Rekurs auf Suiseki – die Verehrung einzelner Steine als Abbildung einer Landschaft – eine weit in die japanische Geschichte zurückreichende kulturelle Praxis. Steine gelten als etwas Besonderes, da sich ihr „Gesicht“, ihre Oberflächenerscheinung, nicht durch des Menschen Hand, sondern einzig durch Witterungseinflüsse herausgebildet hat. Auf kleine Sockel oder Schemel platziert, dienen sie der geistigen Anschauung und Meditation. Neumann setzt in Ishi diverse Exemplare in monumentalen Großaufnahmen (145 x 185 cm) und atemberaubender Tiefenschärfe in Szene und übersetzt mit diesem fotografischen „Trick“ japanische Verehrung in westliches Staunen.

Thomas Neumann (zweiter von rechts) zusammen mit der Journalistin Carla Erdmann (mit Brille) und Jewgeni Roppel (links, mit Mütze) während der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung von gute aussichten DELUXE am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Von Nicolai Rapps installativen Arbeiten (rechts) über Monika Czosnowskas Portraitserie Eliten (links) und Jewgeni Roppels collagenhafter Wandabwicklung (links) von Svetloyar, bildet Thomas Neumanns gewaltiges Ishi Bild den optischen Anziehungspunkt im linken Flügel der Ausstellung.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 19 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Jewgeni Roppel und Georg Brückmann

Donnerstag, 3. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten hier vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Jewgeni Roppel und Georg Brückmann fort.

Seit dem 12. Jahrhundert ranken sich um den See Svetloyar, der in Russland im nördlichen Sibirien liegt, Mythen und Legenden. Der Sage nach ist in diesem See die Stadt Kitezh bei einem Angriff der Mongolen versunken und ruht seither auf dem Grunde des Gewässers. Der Mythos erzählt auch, dass nur jene, die rein im Herzen und der Seele sind, den Weg nach Kitzeh finden werden. Bis heute bietet “das russische Atlanis”, wie Kitzeh auch genannt wird, Anlass, über die angeblich magischen Kräfte, die sich bisweilen im Läuten von Glocken oder dem Erscheinen von Lichtspielen manifestieren zu spekulieren.

Jewgeni Roppels Bilder in seiner Serie Svetloyar folgen dem besonderen Licht an diesem Ort und bannen die Aura, das nicht rational Erfassbare, das spirituelle Moment dieser Umgebung in magisch erscheinende und durchleuchtete Bilder.

Jewgeni Roppel (dritter von links, mit gelber Mütze) und die Interpretin seiner Arbeit, die Journalistin Carla Erdmann (fünfte von links, mit Brille) während der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung der Ausstellung von gute aussichten DELUXE am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Direkt gegenüber von Svetloyar eröffnet Georg Brückmann mit seiner Arbeit Kundmanngasse 19 einen Raum ganz anderer Art. Im Jahr 1925 beauftragte Margarethe Stonborough-Wittgenstein den Architekten Paul Engelmann mit dem Bau einer repräsentativen Stadtvilla in Wien, an deren Planung ihr Bruder, der Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889-1951) maßgeblich beteiligt war.

Wenn laut Wittgenstein „im Wort ein Abbild der Wirklichkeit erschaffen wird“ kann das Palais in der Kundmanngasse 19 als „hausgewordenes“ Abbild seiner philosophischen Denkweise gelten.

Georg Brückmann entwickelt in seiner Serie aus Innen- und Außenansichten des Palais’ eine Bildwerdung Wittgenstein’scher Prägung und erweckt en passant mit visueller Eloquenz den grossbürgerlichen, intellektuell eigenwilligen Geist seiner Erbauer und Bewohner zu neuem Leben.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 20 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Nicolai Rapp und Monika Czosnowska

Mittwoch, 2. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten hier vor und beginnen unseren Rundgang so, wie die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg auch aufgebaut ist.

Chicks; Rags; Hopes nennt Nicolai Rapp seinen Werkkomplex, der aus Arbeiten besteht, die in Ghana, Mosambik und Südafrika entstanden sind. Gleich welchem thematischen Komplex Nicolai Rapp sich zuwendet, seine Bildfindungen widersetzen sich jegliche Erwartungshaltung. Der Transfer gebrauchter Kleidung, die Afrikaner als „Kleider toter Weißer“ klassifizieren, da es für sie schlichtweg nicht vorstellbar ist, dass lebende Menschenso etwas hergeben, verschlüsselt Rapp in nahezu abstrakten, skulpturalen Gebilden. Giftige Rauchschwaden in Ghana, hervorgerufen durch die Verbrennung vorwiegend europäischen Elektroschrotts zur Gewinnung der darin verborgenen Rohstoffe, flattern als schrecklich-schöne, in jedem Fall beeindruckende Wolkenformationen auf textilem Grund.

Menschen,die ihre Haut mit ebenso giftigen Cremes, welche in Europa produziert, aber nicht verkauft werden dürfen, versuchen zu bleichen, werden zu hochästhetischen Porträts, deren Gesichts- und Körperkonturen durch Nicolai Rapps manuelle Bearbeitung wolkig verschwimmen.

Gegenüber, wie wir hier sehen können, findet sich die neue, ebenso schlichte wie klassische Arbeit Eliten von Monika Czosnowska.

Monika Czosnowska (rechts), hier zusammen mit dem Interpreten ihrer Arbeit, Klaus Hillmann während Der Langen Nacht der Fotografie am 26. Januar 2018 im Haus der Photographie, widmet ihre fotografische Arbeit nahezu ausschliesslich dem Portrait.

Ihre Aufnahmen plant sie sorgfältig bis in jedes Detail und befreit ihre Protagonisten, wie hier auch bei den Eliten, grundsätzlich von jeglichen individuellen Attributen. Dergestalt fokussiert sich der Blick des Betrachters unmittelbar auf Gestus und Habitus der abgebildeten Personen. Ihre puristische Darstellungsweise legt eine von Zeit und Raum befreite Vision von Anmut und Hingabe offen, die in einer egozentrischen Ära der dauerhaften Selbstdarstellung einen meditativen Betrachtungsraum schafft.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team – wie immer – sehr vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Zum 15. Mal: gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 – die Teilnahme-Bedingungen sind online

Dienstag, 24. April 2018

Während die Ausstellung gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2017/2018 bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast ist und unter dem schönen Titel Viễn Cảnh Xán Lạn – Nhiếp Ảnh Đức Trẻ 2017/2018 bis zum 21. April 2018 im Goethe-Institut Hanoi, Vietnam, zu sehen war, sind wir nicht ganz untätig gewesen.


Alain Bieber, Leiter des NRW-Forum Düsseldorf und im letzten Jahr Mitglied der Jury, demonstriert hier, um was es bei gute aussichten geht

Die Teilnahme-Bedingungen für den nächsten Wettbewerb, gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2018/2019 stehen nun online zur Verfügung.


Der renommierte Düsseldorfer Fotograf Elger Esser wird die Jury von gute aussichten 2018/2019 bei der Arbeit unterstützen (Foto: Nicolas Cattelain)

Bereits zum 15. Mal bietet gute aussichten damit allen jungen Abschluss-Student/inn/en der Fotografie, die an einer deutschen Institution studiert haben, die Möglichkeit ihre Arbeiten einem breiten internationalen Publikum zu präsentieren. Pro Hochschule können maximal 5 Abschluss-Arbeiten eingreicht werden.
Dateline: Freitag, 3. August 2018.

Mehr Infos & die Teilnahme-Bedingungen (PDF) stehen hier.

Die Ausstellung gute aussichten DELUXE bis 21. Mai 2018 im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg

Sonntag, 11. März 2018

Der ausstellende Fotograf Alwin Lay (links) vor einem Motiv aus der Arbeit „Chicks; Rags; Hopes“ des ausstellenden Fotografen Nicolai Rapp während der Eröffnung der Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule, die bis 21. Mai 2018 im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger 2004-2015 zeigt.
Ausführliche Informationen zu und über gute aussichten DELUXE finden Sie hier.

Total gute aussichten: 33 junge, fotografische Positionen & über 430 Motive bis 21. Mai 2018 im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg

Mittwoch, 28. Februar 2018

So viel gute aussichten gab es noch nie – gute aussichten total im Hamburg!

Bis Montag, 21. Mai 2018 sind im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg in den beiden Ausstellungen gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule und gute aussichten – junge deutsche fotografie 2017/2018 insgesamt 33 junge, fotografische Positionen mit über 430 Motiven zu sehen.

Die Ausstellung gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2017/2018 präsentiert in Hamburg seit dem 15. Februar 2018, nach dem Auftakt im NRW-Forum Düsseldorf im November 2017, die acht aktuellen Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten.

Die gute aussichten 2017/2018 Preisträger, gut gelaunt, nach der Presse-Preview in Hamburg, von links: Laura Giesdorf (Full Coverage Makeup Tutorial – Concealing Myself with Flawless Monotony), Rie Yamada (Familie werden), Janosch Boerckel (Nonplusultra), Alba Frenzel (Fotopapier, Licht, Ei), Stephan Bögel (Scenic Utah),  Ricardo Nunes (Places of Disquiet), Alexandra Polina (Masks, Myths and Subjects) und Julian Slagman (Vergissmeinnicht).

Allen Arbeiten gemeinsam ist, wie Janosch Boerckel (mit Mikrofon) es bei der Präsentation seiner Serie Nonplusultra anklingen lässt, dass der Schlüssel zu ihren Bildräumen einzig in unserer Imagination liegt. Also jenseits einer vermeintlichen Realität, dort, wo wir unsere Sinne öffnen für das, was wir nicht kennen und nicht wissen. Der Weg dorthin führt uns, um es mit den schönen Worten der amerikanischen Schriftstellerin Donna Tartt zu sagen, „an den Rand des Regenbogens“, um mit Bildern über Bilder zu sprechen.

Summa summarum präsentiert gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2017/2018 über 200 Motive, darunter 52 Unikate, 10 handgefertigte Foto-Familien-Alben, vier Bücher, eine 2-Kanal-Video-Projektion und eine Dia-Projektion.

Weitere Informationen zu gute aussichten 2017/2018 stehen hier, die Einladung zur Ausstellung als PDF finden Sie hier und Infos zu dem begleitenden, gleichnamigen Katalog gibts hier.

Marian Luft, einer von 25 gute aussichten DELUXE Künstlern, bietet bei seinen Arbeiten für die Eröffnung von gute aussichten 2017/2018am 14. Februar 2018 das dringend benötige Asyl. Ingo Taubhorn (links), Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg und Josefine Raab, Gründerin von gute aussichten, stellen …

… den über 1400 Vernissage-Gästen an diesem Abend die Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten vor. Was der Kurator und die Kuratorin so machen, wenn sie nicht gerade kuratieren oder eine Ausstellung eröffnen sehen sie hier (asap).

Was Alain Bieber (vorn, mit Zettel in der Hand) zu Marian Lufts Arbeiten eingefallen ist, sehen Sie hier: Anlässlich der Eröffnung von gute aussichten DELUXE und der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 rappte der Künstlerische Leiter des NRW-Forum zu den Werken von Luft und erntete stürmischen Applaus.

Die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german photography beyond the Duesseldorf School präsentiert 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der Preisträger/innen der Jahre 2004-2015 und spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten.

Ein Beispiel dafür ist Rebecca Sampsons (mitte, rotes Kleid) Arbeit „Apples for Sale“, die den Alltag indonesischer Hausmädchen in Hongkong untersuchte. Neben den repräsentativen Fotografien kommen in der Ausstellung sechs Mobile-Phones mit unterschiedlichen Slideshows zum Einsatz, die das Leben der „Maids“ in Bild und Ton beleuchten. Der Schlüssel zu „Apples for Sale“ bildet das (vorbestellbare) Buch „Apples for Sale“. In diesem wird die Fotografin zur Erzählerin, berichtet über ihre umfangreiche Recherche vor Ort, liefert Dokumente und ergänzende Informationen über das Leben, Leiden und die Lust der Hausangestellten in Hongkong.

Gesucht und untersucht wird also von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen.
Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum hinein …

… bewegen, wie wir hier bei Nicolai Rapps Arbeit „Chicks; Rags; Hopes“ sehen. Bespielt werden nicht nur die Wände, sondern auch Boden und Raum mit ganz unterschiedlichen fotografischen Objekten.

gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german photography beyond the Duesseldorf School präsentiert aktuelle Werke der Fotograf/innen und Preisträger/innen Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner und Maja Wirkus.

Einer der 25 Deluxler: Felix Dobbert (Mitte) stellt während der Langen Nacht der Fotografie am 25.1.2018 einigen der 4787 Vernissagegästen von gute aussichten DELUXE seine Arbeiten vor, die sich ausschliesslich dem modernen Stilleben widmen.

Summa summarum präsentiert gute aussichten DELUXE 25 neue künstlerische Positionen mit über 230 Bildern, 6 Mobile Phone Slide-Shows, 8 Videos, 8 Objekten, 6 Büchern, 2 bedruckten Fussböden und 2 Sound-Installation.

Hier finden Sie weitere Informationen zu gute aussichten DELUXE, hier steht die Einladung zur Ausstellung als PDF und hier gibts weitere Infos zu dem begleitenden, gleichnamigen Magazin.

Dank für die Fotos an Julia Steinigeweg und Emanuel Raab.

Geprüft und wohl für gut befunden: Der gute aussichten 2017/2018 Katalog im ersten Test

Sonntag, 10. Dezember 2017

Eine unserer ersten Leserinnen, ungelogen, beim kritischen Prüfen des neuen, druckfrischen gute aussichten 2017/2018 Kataloges kurz nach dessen Erscheinen. Der interessierte Blick deutet an, dass wir den ersten Test wohl bestanden haben, was auch massiv zur Erleichterung der Eltern beitrug, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren konnten. Vielen Dank nach Frankfurt/Main!

Come, see & discuss: Donnerstag 18. Mai bis Sonntag 3. September 2017 – gute aussichten 2016/2017 im Landesmuseum Koblenz

Sonntag, 7. Mai 2017


Nichts ist hier, wie es scheint, auch wenn es aussieht: Das Plakat für die Ausstellung in Koblenz mit einem Motiv aus Miia Autios Arbeit „Variation of White“

Gerade erst hat gute aussichten 2016/2017 mit über 28 000 Besuchern in den Deichtorhallen, Haus der Photographie Hamburg seine Pforten geschlossen, da geht es mit den sieben jungen Talenten und ihren ausgezeichneten Arbeiten schon weiter.

Bereits am Donnerstag, 18. Mai 2017, 18.30 Uhr eröffnet im Landesmuseum Koblenz, Festung Ehrenbreitstein, die dritte gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography 2016/2017 Ausstellung in Deutschland. Selbstverständlich sind die jungen Preisträger/innen Miia Autio, Chris Becher, Carmen Catuti, Andreas Hopfgarten, Holger Jenss, Quoc-Van Ninh und Julia Steinigweg ebenso anwesend, wie die Gründerin von gute aussichten, Josefine Raab, die auch in die sieben Arbeiten der Fotograf/inn/en einführen wird.


Wirken gar nicht verwirrt: Die Preisträger Holger Jenss, links, und Andreas Hopfgarten in Hmaburg vor der Arbeit von Julia Steinigeweg „Ein verwirrendes Potenzial“

Adresse: Landesmuseum Koblenz, Festung Ehrenbreitstein, D-56077 Koblenz, Telefon 0261- 6675 – 1503, Fax 0261- 6675 – 4114, Mail landesmuseum-koblenz@gdke.rlp.de., Web www.landesmuseum-koblenz.de
Das Landesmuseum bittet um Anmeldung per Telefon, Fax oder E-Mail.
Hier finden Sie die Einladungskarte zur Ausstellung als freundliches PDF.

Bei gute aussichten 2016/2017 steht in diesem Jahr nichts geringes im Mittelpunkt als: Das Fremde im Eigenen und das Eigene im Fremden. „Integriert euch doch alle selbst!“ scheinen die Bilder von gute aussichten 2016/2017 dem Betrachter zu zurufen „und entdeckt dabei die Fremde und das Fremde in euch“ – ein Thema also, das nicht nur topaktuell ist, sondern uns alle angeht und berührt. Weitere Informationen über die sieben Arbeiten und jungen Talente.

Kommen Sie vorbei – wir und die jungen Preisträger freuen sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Begleitet wird gute aussichten 2016/2017 von dem gleichnamigen Katalog-Buch, das auf 224 Seiten und im praktischen Readerformat die Arbeiten der jungen Künstler ausführlich in Wort und Bild sowie das Projekt vorstellt. Hier finden Sie die Leseprobe des Katalogs & weitere Informationen.
gute aussichten – junge deustche fotografie // new german photography 2016/2017 ist bis Sonntag 3. September 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr im Landesmuseum Koblenz, in der Festung Ehrenbreitstein zu sehen.

Josefine Raab über die mexikanische Fotografin Andrea Tejeda Korkowski und ihre Arbeit „Paisajes“

Samstag, 22. April 2017

Das Auge zweifelt. Sinne geraten ins Wanken. Wohl wahr! Denn: Was sehen wir hier?

Josefine Raab, Kunstwissenschaftlerlin und Gründerin von gute aussichten, hat sich dem Werk Paisajes der mexikanischen Fotografine Andrea Tejeda Korkowski angenommmen und sich mit ihren Bildern auseinander gesetzt. Auf welch unkonventionelle Art sich Josefine Raab „Paisajes“ genähert hat, lesen Sie jetzt ausführlich im Fotoblog von HatjeCantz.

gute aussichten deluxe – new german photography beyond the Düsseldorf School: Premiere am Donnerstag 27. April 2017 im Museo de la Cancilleria in Mexico City

Freitag, 21. April 2017


Objekt im Bild oder Bild im Objekt mit Schatten? „Morphopolis“ betitelt Tamara Lorenz ihre Serie, in der sich Bild, Raum und Objekte gleichermassen verflüssigen

Erstmals präsentieren wir am Donnerstag 27. April 2017, 19-22 Uhr (Ortszeit), 22 ausgewählte, neue künstlerische Positionen unserer Preisträger der Jahre 2004-2015 in der Ausstellung gute aussichten deluxe – new german photography beyond the Düsseldorf School im Museo de la Cancilleria in Mexico City (Av. República de El Salvador 47, Centro Histórico, Centro, 06000 Ciudad de México).


Darf’s ein bisschen mehr sein? – Gelb oder Magenta? Katrin Kamrau macht in „SPEKTRUM*objekt18(portrait)“ die Farbtönung optisch sicht- und köperlich spürbar

Was wir dort, mit und in rund 200 Bildern, 5 Mobile Phone Slide-Shows, 4 Videos, 3 Büchern, 3 Broschüren, 2 Objekten, 1 bedruckten Fussboden und 1 Sound-Installation in einer Muschel zeigen, wird den ein oder anderen erstaunen.

Gut so! Kommen Sie vorbei, lassen Sie sich überraschen und staunen Sie über mit Licht gemalte Fotografien, über philosophisch irritierende Architekturansichten, über moderne Stillleben oder Bildikonen des digitalen Zeitalters – wir freuen uns!


Der Sage nach verwandelt der „Basilisk“ mit seinem Blick den Betrachter zu Stein – Nadja Bournonville öffnet uns mit ihrer Serie „Blindfell“ die Augen

Ausführliche Informationen zu der internationalen Ausstellungsreihe gute aussichten deluxe – new german photography beyond the Düsseldorf School stehen hier und hier.

Die Einladungskarte zur gute aussichten deluxe Ausstellung als PDF.

gute aussichten – junge deutsche fotografie 2016/2017 in der Zeitschrift PHOTOGRAPHIE

Freitag, 17. Februar 2017

gute aussichten – junge deutsche fotografie 2016/2017 – „Die andere Perspektive“ in der Ausgabe 01-02/2017 der Zeitschrift PHOTOGRAPHIE. Und weil es das so schön nicht online gibt, finden Sie hier das PDF der Seite.

Wer noch mehr wissen möchte über die 7 ausgezeichneten Arbeiten und die Preisträger/inn/en von gute aussichten 2016/2017 klickt hier.