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Noch 8 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Sarah Strassmann & Luise Schröder

Montag, 14. Mai 2018

Das Plakat der Ausstellung gute aussichten DELUXE in den Deichtorhallen Hamburg mit einem der grossformatigen Scatter Faces aus Sarah Strasmanns umfänglicher Arbeit Expanded Pictures.

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Mit denen hier gehts weiter, scheinen Ingo Taubhorn (l.) und Josefine Raab während Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg zu sagen. Wir stellen Ihnen hier täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Sarah Strassmann und ihrer Arbeit Expanded Pictures sowie Luise Schröder mit ihrer Video-Arbeit Ein nationales Denkmal…, fort, deren Werke in den Kabinetten des rechten Ausstellungsflügels gezeigt werden.

Von der Revolution zur globalen Strukturierung: Wir verlassen den Hallenbereich der gute aussichten DELUXE Ausstellung bei Marian Lufts Arbeit (rechts im Bild) und betreten, direkt gegenüber, das Kabinett, in dem Sarah Strassmanns fünfteiliges Werk Expanded Pictures präsentiert wird.

Dort finden wir gestapelte Monitore mit ständig wechselnden Screens auf einem Podest, tausende von kleinen Duck Faces auf dem Boden verstreut und rechts und links mehr oder minder abstrakte Bilder an den Wänden.

In ihrer fünfteiligenWerkreihe Expanded Pictures untersucht Sarah Strassmann (Zweite von links), zusammen mit der Fotografin Anna Simone Wallinger (ganz links) sowie Josefine Raab und Ingo Taubhorn (rechts), die Funktionalität und Distribution von fotografischen Bildern in der Ära von Smart-Phones, Internet und Social Media.

Ausgangspunkt ist dabei das Selfie als DAS Medium aktueller Selbstinszenierung. Es dient der Darstellung einer vermeintlichen Einzigartigkeit, wird aber durch die Art der Technik und Verbreitung sowie durch eine kollektiv kodifizierte Bildsprache bestimmt. Die im DFArchive zusammengetragenen Fotos junger Frauen mit Kuss-Mund (Duck Face) bezeugen die piktografische Verwendung einer Pose, die zu einem allgemeinen Bildklischee degeneriert ist. Fotografieren im Zeitalter von Handy-Kameras ist zu einer (sozialen) Handlung geworden, die der Bespielung globaler Kanäle wie Twitter, Facebook, Instagram oder Snapchat dient.

In den grossformatigen Scatter Faces materialisiert sich die kollektive wie unreflektierte Pose des Duck-Face mittels eines speziellen Computerprogramms in einem visuellen Abdruck der ursprünglichen Aktion als nun autonomes Werk. Stereotypes wiederum verweist auf ein Arsenal von Körpererweiterungen, das der Selbstaufnahme dient und ein Schlaglicht auf den fetischartigen Charakter dieser Handlung wirft.

„postaselfie@gmail.com“ schließlich lautet die Handlungsanweisung, mit der Sarah Strassmann Ausstellungsbesucher dazu auffordert, vor Ort ein Selfie zu posten, das auf einem der acht Monitore einer interaktiven Installation fortlaufend sichtbar wird. Dies alles illustriert, dass es längst nicht mehr um ein autonomes Bild, sondern um den Vorgang des Fotografierens an sich geht, der frei nach „cogito ergo sum“ (Ich denke, also bin ich) des Philosophen René Descartes besagt: Ich fotografiere, also BIN ich (da).

Von Sarah Strassmanns (links vorne) Ausstellungs-Kabinett sind es nur wenige Schritte zu Luise Schröders (am Kopf des Tisches, links) Film-Installation mit dem schönen Titel Ein nationales Denkmal, bestehend aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Auf Bild sehen wir ausserdem (v.l.): Sarah Strassmann, Janosch Boerckel, Jewgeni Roppel, Anna Simone Wallinger mit Kind und Partner, Luise Schröder, Maja Wirkus, Magnus Pölcher, Christina Werner und Tamara Lorenz.

Am 24.Oktober 2012 wurde in Berlin das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas nach einer fast zwanzig Jahre andauernden politischen Auseinandersetzung feierlich eröffnet. Ein Nebenschauplatz der Veranstaltung war eine umzäunte Public-Viewing-Area, welche die offizielle Veranstaltung räumlich ergänzen sollte.

Eine Leinwand vermittelte den Besuchern dort den staatlich inszenierten Akt des Gedenkens in Form einer Live-Übertragung. Das Ereignis, welches vergegenwärtigt werden sollte, war sowohl im historischen wie im gegenwärtigen Sinne anwesend und abwesend zugleich.

Luise Schröders (stehend) aus zwei Filmen bestehende Video-Arbeit versucht Formen und Ausprägungen der Vermittlung, Repräsentation und Instrumentalisierung von Geschichte sichtbar und spürbar zu machen.

Luise Schröder (ganz rechts) in der ersten Reihe während Der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung der gute aussichten DELUXE Ausstellung am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Noch 12 Tage, bis 21. Mai 2018 in den Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE heute mit Rebecca Sampson

Donnerstag, 10. Mai 2018

Bis Montag 21. Mai 2018 ist die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german Photography beyond the Duesseldorf School noch in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast. Zu sehen sind 25 neue, frische fotografische Positionen aus dem Kreis der gute aussichten Preisträger/innen der Jahre 2004-2015.

Wir stellen Ihnen hier täglich ein oder zwei der ausgezeichneten Arbeiten vor und setzen unseren Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Photographie Hamburg heute mit Rebecca Sampson und ihrer neuen, dreiteiligen Arbeit Apples for Sale.

Direkt gegenüber von Stefanie Schroeders 2-Kanal-Video 40h, max. 2 Monate präsentiert die gute aussichten DELUXE Ausstellung Rebecca Sampsons neue Arbeit Apples for Sale. Allerdings war und ist es dort, wie wir …

… hier sehen können, niemals so schön leer gewesen, wie oben auf der von Henning Rogge fotografierten Ausstellungsansicht. Ganz im Gegenteil: Rebecca Sampson (Mitte, rotes Kleid) und der Interpret ihrer Arbeit, Roland Wenninger (rechts von Rebecca Sampson, mit Brille), Wissenschaftler Mitarbeiter, Direktion, Museum Villa Stuck München, währdend …

Der Langen Nacht der Fotografie am 25. Januar 2018 in den Deichtorhallen Hamburg. Wie viele andere Künstler/innen in dieser Nacht, stellt Rebecca Sampson (rotes Kleid, Mitte) den interessierten Gästen ihre Arbeit vor und …

… erklärt hier, was es genau mit den 6 unterschiedlichen Mobile-Phones, die vor ihren Tafelbildern auf einem Podest präsentiert werden, …

… auf sich hat. Die von der Künstlerin selbst kreiierten Mobiles sind, wie auch das zur Arbeit gehörende Buch Apples for Sale, integraler Bestandteil des Werks und eines davon dient dazu, den Katalog, der als Dummy zu durchblättern ist, direkt online in der Ausstellung vorbestellen zu können.

Rebecca Sampson (links) mit der Gründerin von gute ausichten Josefine Raab während der Presse-Previe von gute aussichten DELUXE in Hamburg, beschäftigt sich in Apples for Sale mit indonesischen Hausmädchen, die in Hongkong als Migrantinnen zweiter Klasse unter prekären Umständen in einer weiblichen Parallelgesellschaft leben.

Die jungen, meist muslimischen Frauen, sind oft jahrelang von ihren Familien und potentiellen Sozialpartnern getrennt. Sie werden von ihren Arbeitgebern in ein uniformes Alltagskorsett gezwängt, welches ihnen eine nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit abverlangt.

Frei in HongKong bewegen können sich die Hausangestellten lediglich sonntags, wo sie die öffentlichen Parks und Plätze der Stadt bevölkern. Raum für ein selbstbestimmtes Erkunden und Ausleben ihrer persönlichen Bedürfnisse bleibt kaum.

So verschieben sich ihre sozialen und kulturellen Interaktionen zunehmend in die virtuelle Welt von Facebook, die einen krassen Gegensatz zu der Alltagsrealität als „Maid“ bildet. Auf Facebook sind der individuellen Auslebung persönlicher Hoffnungen, Träume und Wünsche keinerlei Grenzen gesetzt. Um diese Aktionsebene sichtbar zu machen, konzipierte Rebecca Sampson eine Installation mit einer variablen Anzahl von Smart-Phones, auf denen der Betrachter den bizarren Selbstdarstellungen der jungen Frauen folgen kann.

Die Recherche für Apples for Sale wurde im Rahmen des Programms „Grenzgänger China – Deutschland“ der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB) gefördert. Den wunderbaren Apples for Sales Katalog können Sie direkt hier anschauen und bestellen.

The gang is ready – einige der Künstler/innen und Interpret/inn/en, die am 25. Januar 2018 bei Der Langen Nacht der Fotografie und der Eröffnung von gute aussichten DELUXE in den Deichtorhallen Hamburg dabei waren (v.r.): Christina Werner, Rebecca Sampson, Anna Simone Wallinger, Sarah Strassmann, die Interpreten Amélie Schneider, Wibke von Bonin, Roland Wenniger, Jordan Theodoridis und die Künstler Alwin Lay, Maja Wirkus, Katrin Kamrau, Luise Schröder, Claudia Christoffel und Sara-Lena Maierhofer.

Mehr über gute aussichten DELUXE, die Arbeiten und die Fotograf/inn/en finden Sie im gleichnamigen Magazin. Das 180 Seiten und 241 Abbildungen umfassende, grossformatige (200 cm x 280 cm), 875 Gramm schwere, durchgehend vierfarbige gute aussichten DELUXE Magazin (Deutsch/Englisch, gebunden, Softcover) wurde von Mario Lombardo und seinem Team vorzüglich gestaltet. Jede Ausgabe des Magazins ist einzeln nummeriert, die Auflage streng limitiert und das alles zum Preis von 10,- Euro pro Exemplar.
Das gute aussichten DELUXE Magazin (ISBN 978-3-9819355-1-6), herausgegeben von Stefan Becht und Josefine Raab, erhalten Sie exklusiv in der Buchhandlung im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg, bei der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann, Hamburg oder direkt bei uns: info@guteaussichten.org

Do., 25. Januar 2018, 19-24 Uhr, Deichtorhallen Hamburg: gute aussichten DELUXE & Die lange Nacht der Fotografie – das Programm

Sonntag, 14. Januar 2018

Ein „Scatter Face“ aus der Arbeit „Expanded Pictures“ von Sarah Strassmann

Donnerstag, 25. Januar 2018: 25 neue Positionen der Preisträger werden in der Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche fotografie nach der Düsseldorfer Schule // – new german photography beyond the Duesseldorf School & während der Eröffnung (19-20 Uhr) und der Langen Nacht der Fotografie (20-24 Uhr) von „Interpreten“ im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg präsentiert.

Ganz im Mittelpunkt stehen in dieser Nacht die gute aussichten Preisträger und jungen Fotograf/inn/en Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner, Maja Wirkus und ihre neuen, aktuellen Werke.

Dafür erteilen wir namhaften Persönlichkeiten der Kunst-, Kultur- und Medien-Szene Carte Blanche zur Interpretation oder Vorstellung der 25 ausgestellten Arbeiten. Unser Anliegen ist es dabei, die enorme Vielfalt, die den fotografischen Werke innewohnt – je nach „Interpret“ und Arbeit – sichtbar und spürbar werden zu lassen. Mit Rundgängen, Vor- & Ver-Führungen, Gesprächen, Begegnungen und Einzelpräsentationen.

Sara-Lena Maierhofer – The Great

Die lange Nacht für die Fotografie am 25. Januar 2018 von 20-24 Uhr im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg und Carte Blanche für u.a. die „Interpreten“ Peter Bialobrzeski, Fotograf und Professor für Fotografie, Hamburg/Bremen; Alain Bieber, Künstlerischer Direktor des NRW-Forum Düsseldorf; Wibke von Bonin, Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin, Köln; Carla Susanna Erdmann, Fotografie-Journalistin & Redakteurin, Hamburg/Berlin; Klaus Hillmann, Geschäftsführer Tandem Kunsttransporte, Frechen/Köln; Stefan Kiefer, DJ Captain Shakti/Groove Jazz, Hamburg; Katja Kullmann, Schriftstellerin und Journalistin, Themenchefin der TAZ, Berlin; Josefine Raab, Kunsthistorikerin und Gründerin von gute aussichten, Neustadt/W.; Bernhard Prinz, Künstler & Professor für Fotografie, Hamburg/Kassel; Sabine Schnakenberg, Sammlungskuratorin am Haus der Photographie, Hamburg; Amélie Schneider, Bildliebhaberin und Bildchefin des Magazin Neon, Hamburg; Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg; Jordanis Theodoridis, Galerist, Eschlikon; Roland Wenninger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Direktion, Museum Villa Stuck, München; Babette Marie Werner, Kunsthistorikerin, Humboldt Universität, Berlin, Ausstellungsorganisatorin und seit 2017 Kuratorin für das Kirchner Museum Davos in Berlin; Werner Widmer, Galerist und Gestalter, Eschlikon und vielen der jungen Künstler.
Stand: 25.01.2018

Marian Luft – Wake me for Snacks and Drinks, Detail

gute aussichten DELUXE dankt für die freundliche und grosszügige Unterstützung von Biedenkapp.it, Die Firma, Fritz-Kola, Goethe-Institut Mexico, Grieger GmbH, Das kleine Schwarze, Bureau Mario Lombardo, Nomos, Olympus, Ratsherrn Brauerei, Tandem & dem Hotel Wedina.

Achtung: Die Presse-Preview zu gute aussichten deluxe findet bereits am Mittwoch, 24. Januar 2018, ab 11 Uhr im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg. Um Anmeldung wird gebeten: presse@deichtorhallen.de

Die Einladung zur Presse-Preview als PDF und die Presse-Information (PDF) zu gute aussichten DELUXE.

Save the Date: Donnerstag 25. Januar 2018 gute aussichten DELUXE im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg – erstmals in Deutschland

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Anna Simone Wallinger – Sodade

Erstmals in Deutschland: Nach der grossen Präsentation im Herzen von Mexico City eröffnet die Ausstellung gute aussichten DELUXE – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule // new german photography beyond the Duesseldorf School am Donnerstag 25. Januar 2018 ab 19 Uhr im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg (Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg) seine Pforten.

gute aussichten DELUXE präsentiert neue, herausragende künstlerische Arbeiten von 25 ausgezeichneten gute aussichten Preisträgern der Jahre 2004 – 2015.

gute aussichten DELUXE spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten und bietet einen einzigartigen Überblick über eine Generation von jungen Fotografen, die – wohl wissenend um das Primat der Düsseldorfer Schule – diese jedoch hinter sich gelassen hat und sich visuell klar in der Gegenwart verortet. So hat sich die zeitgenössische Fotografie vom reinen Abbild längst verabschiedet. Die durch die Düsseldorfer Schule postulierte Objektivität des Bildes ist – trotz oder gerade wegen der anhaltenden Bilderflut auf allen medialen Kanälen – dahin.

Tamara Lorenz – Ismus

Gesucht und untersucht wird von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen. Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum bewegen.

Nadja Bournonville – Blindfell; Phantom

gute aussichten DELUXE wurde von Josefine Raab, der Gründerin von gute aussichten, in Abstimmung mit Ingo Taubhorn, Haus der Photographie, Deichtorhallen, erarbeitet und kuratiert.

Mit neuen Werken der ausgezeichneten Preisträger/innen Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner und Maja Wirkus.

Nicolai Rapp – Chicks, Rags, Hopes; Agbogbloshie

Eröffnung: Donnerstag 25. Januar 2018 ab 19 Uhr mit der „Langen Nacht der Fotografie“ im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg.

Achtung: Die Presse-Preview findet bereits am Mittwoch 24. Januar 2018 um 11 Uhr im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg statt. Hier finden Sie die Einladung zur Presse-Preview (PDF)..

Save the first international date: gute aussichten deluxe – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule ab 27. April 2017 im Museo de la Cancilleria in Mexico City

Donnerstag, 30. März 2017


Georg Brückmann – Kundmanngasse 19 – Die irritierend bildgewordene Philosophie des Denkers Ludwig Wittgenstein.

English version: Please, download the complete english Press Dossier (PDF) here or at the end of the article – thank you!

Die internationale Ausstellungsreihe gute aussichten deluxe – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule präsentiert die weltweit erste Ausstellung mit 22 ausgezeichneten jungen Talenten und ihren preisgekrönten Werken am Donnerstag, 27. April 2017 im Museo de la Cancilleria in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Mexico City.


Anna Simone Wallinger – Sodade – Das Bild für Sodade, die leidenschaftliche wie schmerzhafte Sehnsucht.

Die Ausstellung gute aussichten deluxe – junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule resultiert aus der 13jährigen Arbeit für das Nachwuchsförderungs-Projekt gute aussichten – junge deutsche fotografie // new german photography, das seit 2004 für seine inzwischen 114 Preisträger weltweit über 130 Ausstellungen und Präsentationen organisiert hat.

gute aussichten deluxe spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten und bietet einen einzigartigen Überblick über eine Generation von jungen Fotografen, die das Primat der Düsseldorfer Schule hinter sich gelassen hat und sich viseull klar in der Gegenwart verortet.


Sarah Strassmann – Expanded Pictures, Scatter Faces 1 – Das zugespitzte Kuss-Selfie als archetypischer Daseins-Beweiss im digitalen Bilderalltag.

So hat sich die zeitgenössische Fotografie vom reinen Abbild längst verabschiedet. Die durch die Düsseldorfer Schule postulierte Objektivität des Bildes ist – trotz oder gerade wegen der anhaltenden Bilderflut auf allen medialen Kanälen – dahin.

Gesucht und untersucht wird von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen. Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum bewegen.


Kolja Linowitzki – Digits of Light – Bilder erzeugt ohne Kamera: Digitales Licht und analoge Belichtung erzeugen ein verblüffendes Ergebnis!

Die Positionen, die gute aussichten deluxe vorstellt, sprengen vielfach die Grenzen, die dem Medium Fotografie auferlegt scheinen. So entwickelt der Berliner Fotokünstler Kolja Linowitzki für seine Serie „Digits of Light“ kurzerhand sein eigenes Produktionsmittel, eine komplett selbst gebaute Apparatur zur Erzeugung von Bildern, die digitales Licht und analoge Belichtung zusammenführt. Jedes Bild ein Unikat, mit fast graphisch-malerischer Anmutung!


Christina Werner – something is always left behind … – Die mediale Dekonstruktion rechtspopulistischer Inszenierungstechniken.

Der Themenreigen der teilnehmenden jungen Fotograf/inn/en umgreift des Weiteren den Stellenwert des Mediums Fotografie im digitalen Zeitalter, die Auseinandersetzung mit Architektur, Erinnerung und Erinnerungskonstruktion, klassische Sujets wie Portraits oder Stillleben, untersucht die visuellen Inszenierungstechniken rechter Parteien in Europa oder definiert die klassische Reportage-Fotografie neu. Dabei setzen die Fotografen in einer Zeit, die allgegenwärtig von Fake-News betwittert wird, immer wieder konzentrierte Akzente mit Bildern von überraschender Schlichtheit, Poesie und elementarer Lebensverbundenheit.


Jewgeni Roppel – Svetloyar – Auf den Spuren der versunkenen Stadt Kitesch am mythenumwogenen See Swetlojar im Norden Sibiriens.

gute aussichten deluxe präsentiert die ausgezeichneten Werke der Preisträger Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger und Christina Werner.

Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 27. April 2017, 19-21 Uhr, Museo de la Cancilleria, Av. República de El Salvador 47, Centro Histórico, Centro, 06000 Ciudad de México, CDMX, Mexiko City.

Hier steht die Einladungskarte zur Eröffnung & Ausstellung als PDF.
gute aussichten deluxe ist bis Freitag 16. Juni 2017 im Museo de la Cancilleria in Mexico City zu Gast.

Die internationale Ausstellungsreihe gute aussichten deluxe ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Museum des Mexikanischen Außenministeriums, dem Museo de la Cancillería, Mexico City, dem Goethe-Institut Mexico, den Deichtorhallen, Haus der Photographie Hamburg, dem Museum für Fotografie, SMB, Berlin und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin entstanden und wird von TANDEM Lagerhaus und Kraftverkehr Kunst GmbH, Frechen/Köln, transportiert und unterstützt.

Das ausführliche Presse Dossier zu gute aussichten deluxe (Deutsch) steht hier als PDF.

The complete Press Dossier about gute aussichten deluxe (English) you find here (PDF).


Felix Dobbert – Some Flowers – Die wohl ästhetischste Übersetzung des Stilllebens in die Zeit der beliebigen Reproduzierbarkeit.

gute aussichten_mustererkennung: Die ersten Bilder der Austellung im MAKK Köln

Montag, 27. August 2012

Alleine der Fotografin und „gute aussichten“ Preisträgerin Margret Hoppe haben wir es zu verdanken, dass es nun die ersten Bilder der Ausstellung „gute aussichten_mustererkennung“, die bis zum 14. Oktober 2012 im MAKK Köln zu sehen ist, gibt: Vielen Dank, liebe Margret!

Die ersten Gäste der Vernissage vor der Arbeit „Observer l’espace“ von Margret Hoppe, entstanden in Südfrankreich im Jahr 2011, …

… und vor der Arbeit „Opposite“ von Sarah Strassmann: Je nachdem, wo der Betrachter hier steht, kann er sich verorten oder in der Unbestimmtheitzone des geschaffenen Raums gänzlich verlieren, …

… mehr Bilder asap. „gute aussichten_mustererkennung“, 12 neue fotografische Positionen zur Flüchtigkeit der Gegenwart von „gute aussichten“ Preisträger/innen der Jahre 2004-2011, sind bis zum 14. Oktober 2012 im Museum für Angewandte Kunst, MAKK, Köln zu sehen.

Ausführliche Info hier.

Ausstellung-Eröffnung „gute aussichten_ mustererkennung“ am Freitag, 17. August 2012 im MAKK Köln

Sonntag, 19. August 2012

Freitag, 17. August 2012, kurz nach 19 Uhr, Köln: Dr. Petra Hesse, Leiterin des Museums für Angewandte Kunst, Köln, kurz MAAK, begrüsst ihre Gäste zur Eröffnung der Themen-Ausstellung „gute aussichten_mustererkennung“.

Die „gute aussichten“-Fotograf/inn/en bei der Eröffnung – wie immer, mit einer Ausnahme – in der ersten Reihe. Von links nach rechts: Josefine Raab, Gründerin von „gute aussichten“, Tamara Lorenz, Philipp Goldbach, Margret Hoppe, Reza Naji und direkt dahinter, die Ausnahme in der zweiten Reihe: Sonja Kälberer, (neben Reza:) Franziska Zacharias, Sarah Strassmann, Claudia Christoffel, Nicolas Wollnik und Shigeru Takato …

… und hier die Kehrseite der Medallie, ohne zweite Reihe, von rechts nach links: Shigeru Takato, Nicolas Wollnik, Claudia Christoffel, Sarah Strassmann, Franziska Zacharias, Reza Nadji, Margret Hoppe, Philipp Goldbach und Tamara Lorenz. Thomas Neumann und Georg Brückmann fehlen auf den Bildern.

Die Chefin bei der Arbeit: Josefine Raab, Gründerin von „gute aussichten“, stellt die Arbeit des Nachwuchsförderungs-Projekts und die neuen Positionen der 12 Fotograf/inn/en innerhalb der Ausstellung „gute aussichten_mustererkennung“ den geneigten Vernissage Besuchern vor, …

… die angesichts der sommerlichen Temperaturen mehr als zahlreich anwesend waren. Vielen Dank für die freundliche Aufnahme von „gute aussichten“ in Köln! Ach ja, ganz hinten an der Wand, ziemlich in der Mitte, aber leider nicht scharf zu erkennen: Thomas Neumann!

Mona Mönnig (links), wie Sonja Kälberer (rechts) „gute aussichten“ Preisträgerin 2009/2010, zusammen mit Josefine Raab in der Ausstellung „gute aussichten_mustererkennung“.

Save the date: Freitag, 17. August 2012, „gute ausichten – mustererkennung“ im MAKK Köln

Freitag, 25. Mai 2012

„Wir haben keine Zukunft, weil unsere Gegenwart so flüchtig ist. Wir haben nur … den Spin des momentanen Szenarios. Musterererkennung.“ William Gibson – pattern recognition, 2003

Am Freitag, 17. August 2012 um 19 Uhr eröffnet im Museum für Angewandte Kunst, MAKK, in Köln die Themenausstellung „gute aussichten_mustererkennung“. Extra für das MAKK und in enger Zusammenarbeit mit dem Museum hat unsere langjährige Mitstreiterin und das Jurymitglied von „gute aussichten“, die Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin Dr. Wibke von Bonin die Ausstellung zusammengestellt. Präsentiert werden fast ausschlisslich neue Arbeiten von 12 „gute aussichten“ Fotografen, die unsere Gegenwart, die so flüchtig ist, dass sie uns keine Zukunft gewährt, so durchleuchtet haben, dass sie Strukturen, Raster und Funktionen zu Tage fördern, die auf originäre Prägungen schliessen lassen: Mustererkennung.

„gute aussichten-mustererkennung“ zeigt vom 17.8.2012 bis zum 14.10.2012 Werke der 12 Preisträger/inn/en:

Georg Brückmann (2009/2010), in situ, seit 2009

Claudia Christoffel (2005/2006), Rolling Black Out, 2008

Philipp Goldbach (2005/2006), Tafelbilder, seit 2009

Margret Hoppe (2007/2008), Observer l’Espace, 2011

Sonja Kälberer (2009/2010), bel composto, seit 2006

Tamara Lorenz (2004/2005), Axiome, 2009

Reza Nadji (2008/2009), Innenstadt, seit 2006

Thomas Neumann (2004/2005), Unbuilt City, 2007/2008

Sarah Strassmann (2008/2009), Opposite, seit 2009

Shigeru Takato (2009/2010), Television Studios, seit 2004

Nicolas Wollnik (2006/2007), constructures, seit 2011

Franziska Zacharias (2011/2012), le noir familier, seit 2011.

Weitere Informationen asap. Die Fotografie zeigt ein Motiv aus Shigeru Takatos Serie „Television Studios“, in der er die Informations-Brenn- und Distributionsorte unserer Welt, die TV-Nachrichten Studios, seit 2004 porträtiert.